Was wir tun

Tätigkeitsfelder und Ziele unserer Arbeit

193 Staaten der Vereinten Nationen haben sich im September 2015 auf eine neue Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung geeinigt. Sie löst die im Jahr 2000 formulierten Millenniums-Entwicklungsziele ab. Die neue Agenda umfasst 17 Ziele, die in den kommenden 15 Jahren eine globale nachhaltige Entwicklung gewährleisten sollen.

Auch die Arbeit von L’appel orientiert sich an den Entwicklungszielen der Vereinten Nationen. Die Appelle der Menschen aus unseren derzeitigen Projektregionen in Sierra Leone und Ruanda haben vor allem Entwicklungsbedarf in folgenden zwei Feldern ergeben: Gesundheit stärken und Bildung ermöglichen.

Gesundheit stärken

Warum engagieren wir uns in diesem Bereich?

Die Stärkung der Gesundheit und der Gesundheitsversorgung der Menschen ist eine der wesentlichsten Aufgaben in der Entwicklungszusammenarbeit. Gesundheit ist ein zentrales Fundament, auf dem Fortschritt und Bildung aufbauen können. Sie ist Ziel, Voraussetzung und Ergebnis nachhaltiger Entwicklung.

Jeder Mensch soll unabhängig vom Einkommen grundlegende Gesundheitsdienste nutzen können. Der freie und einfache Zugang zu funktionsfähigen Gesundheitseinrichtungen ist eine wesentliche Grundlage dafür, dass Wirtschaft und Gesellschaft sich positiv entwickeln können. Durch den verbesserten Zugang werden die Häufigkeit, Schwere und Dauer von Krankheiten reduziert: Schulkinder genesen beispielsweise im Krankheitsfall schneller und können früher wieder am Unterricht teilnehmen. Regelmäßige Anwesenheit in der Schule ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer besseren Bildung. Auch Erwachsene profitieren von der Stärkung des Gesundheitswesens. Durch eine erschwingliche ärztliche Versorgung können auch sie schneller genesen und die Lebensgrundlagen ihrer Familie zuverlässig sichern. Die steigende Arbeitsproduktivität hat einen positiven Effekt für alle Menschen in der Gemeinde. Nicht zuletzt trägt dies zum allgemeinen wirtschaftlichen Wachstum bei.

Im Sinne unserer Arbeitsweise möchten wir nicht nur den Zugang zu Gesundheitsversorgung verbessern, sondern auch weitere Projekte damit verknüpfen. In Sierra Leone tragen wir mit unseren Stipendienprogrammen zur Aus- und Fortbildung qualifizierter Fachkräfte bei. Außerdem sind während der Ebola-Krise viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen selbst an dem Virus erkrankt und verstorben. Gut ausgebildetes Personal wird dringend benötigt. Gesundheitliche Aufklärung an beispielsweise Schulen oder Universitäten wiederum unterstützt die Familienplanung und die Selbstbestimmung.

Bildung ermöglichen

Warum engagieren wir uns in diesem Bereich?

Bildung ist ein Menschenrecht. Gleichzeitig ist sie ein starker und effektiver Motor für eigenständige Entwicklung. Wer sich bildet, erarbeitet sich neue soziale, wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Möglichkeiten. Nach Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen ist Grundschulunterricht verpflichtend. Er muss frei und unentgeltlich für jedes Kind zugänglich sein. Fach- und Berufsschulbildung müssen allgemein verfügbar sein. Hochschulunterricht muss jedem offenstehen.

Bildung fördert die Widerstandskraft von jungen Menschen gegen die Hürden des Lebens. Sie können zu selbstbestimmten, solidarischen Mitgliedern ihrer Gesellschaft heranwachsen. Es soll ein Bewusstsein dafür herausbilden, dass gemeinsam genutzte Ressourcen ein enormes Potential bergen. Hierbei spielt das Stichwort „Nachhaltigkeit“ eine große Rolle. Mehr Entscheidungsfreiheiten und Chancen in ihrer Lebensplanung erhöhen die Lebensqualität und -zufriedenheit. Nicht zuletzt basiert die Entwicklung einer Gesellschaft mit demokratischen Prinzipien wie Meinungsfreiheit, Gerechtigkeit und Vielfalt auf Bildung.

Ein Großteil unserer Projekte hat das Ziel, Weiterbildungsmöglichkeiten in tertiären Ausbildungswegen zu fördern. So erhöhen wir die Chancen junger Erwachsener auf dem Arbeitsmarkt und stärken ihre sozioökonomische Sicherheit. Durch den Aufbau und Betrieb von Schulen unterstützen wir Familien bei der Erfüllung der Schulpflicht von besonders verletzlichen Kindern. Dies gilt unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. Hier sind wir auch an der Konzeption der Curricula beteiligt. Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die Qualität der vermittelten Bildung, den Schutz der Rechte der Kinder an den Schulen und die Förderung von kritischem, empathischen und sozialem Handeln. Hierzu gehört zum Beispiel auch eine Auseinandersetzung mit dem Thema Korruption und Geschlechterungleichheit und deren negativen Folgen in und für Gemeinden.

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